Wie kann man Schule attraktiv(er) machen ... Dr. Thomas Hardwig?

Shownotes

Informationen zu diesem und unseren weiteren Themen erhaltet ihr unter: https://www.gew-mv.de/

Zur Studie auf unserer Website: https://www.gew-mv.de/presse/detailseite/attraktivitaet-des-lehrkraefteberufs-in-mv-studie-bestaetigt-gew-forderungen

Link zur Kooperationsstelle:

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00:00:00: Ein Drittel der Kräfte befindet sich im gesundheitlich normalen Bereich, zwei Drittel in Risikogruppen.

00:00:06: Neunzehn Prozent haben sogar ein sehr hohes Gesundheitsrisiko.

00:00:20: Hallo und herzlich willkommen zu eurem Bildungspodcast bei der Gewerkschafterziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern.

00:00:27: Ich bin eure Host, Michi Skott.

00:00:29: Und bei mir ist heute Dr.

00:00:30: Thomas Hartwig.

00:00:31: Er isst ein Wissenschaftler Arbeitsforscher von der Kooperationsstelle für Hochschulen und Gewerksamkeiten an der Universität Göttingen.

00:00:39: Und er hat eine Studie gemacht gemeinsam mit seiner Kollegin, Dr.

00:00:42: Julia Liszewski.

00:00:44: Da geht es um die Frage wie kann eigentlich der Lehrerberuf in Mecklinburg- Vorpomern attraktiver werden?

00:00:50: von euch haben daran teilgenommen.

00:00:51: Herzlichen Dank dafür nochmal.

00:00:53: und heute ist er hier und spricht über den Abschussbericht, die Ergebnisse, die er vorgelegt hat.

00:00:58: Thomas stelle dich doch selber noch mal kurz vor was es eigentlich so ein Arbeitsforscher?

00:01:03: Ja hallo zusammen!

00:01:06: Herzlich willkommen auch von mir.

00:01:09: und bevor ich anfangen über mich zu sprechen möchte auf jeden Fall auch mich an dem Dank anschließen für die Unterstützung die wir bei der Befragungen erhalten haben.

00:01:20: Ich selber bin von Hause aus Soziologe und leite die Kooperationsstelle.

00:01:24: Die Kooperation ist eine gemeinsame Einrichtung von Hochschulen und Gewerkschaften mit dem Ziel, die Fragen der Arbeitswelt sozusagen stärker in die Wissenschaft hineinzutragen und der Wissenschaft den Zugang zur Fragestellung der Arbeits Welt zu erleichtern.

00:01:41: Und in diesem Rahmen machen wir auch Forschung und haben seit zehn Jahren halt auch regelmäßig Studien gemacht zur Arbeitszeit von Lehrkräften und zur Belastung von Lehrkräftenden.

00:01:54: Das hat damals, im Schuljahr, in Niedersachsen angefangen und sich dann mehrfach wiederholt mit neuen Fragestellungen und den anderen Bundesländern.

00:02:02: Und jetzt zuletzt eben in Mecklenburg-Vorpommern.

00:02:04: Wann habt ihr die Daten erhoben?

00:02:06: Also wann habt ihr das gemacht?

00:02:07: Kannst du das noch mal kurz aufreißen als Thema?

00:02:09: Im

00:02:09: Grunde vor einem Jahr, das war Ende Oktober... Datum weiß ich jetzt nicht so genau, aber es war in den letzten Oktoberwochen und glaube die ersten Tage vom November.

00:02:19: Da haben wir an die Schulen den Link geschickt oder über die Kanäle an Lehrkräfte den Link schickt und zur Teilnahme aufgerufen.

00:02:29: Wie viele Lehrkräften haben sich dann letztlich daran beteiligt?

00:02:32: Kannst du das sagen?

00:02:34: also sind das valide Daten oder gibt's da Probleme in der Masse der Daten?

00:02:41: Ja, also wir haben zweitausend Lehrkräfte erreicht.

00:02:44: Zwei taunndzwanzig um genauer zu sein die den Fragebogen angefangen haben und es waren zwölfhundert achtundzwanzigt die bis zur allerletzten Frage dann auch durchgehalten haben.

00:02:54: viele haben abgebrochen.

00:02:56: was an der Länge des Fragebogens gelegen hat der war sehr fordernt.

00:03:03: Repräsentativ wäre das, wenn man jetzt sicherstellen könnte, dass jede Lehrkraft in Mecklenburg-Vorpommern die Chance gehabt hätte an diese Befragung teilzunehmen.

00:03:13: Das ist streng genommen repräsentativ in der Statistik im Volksmund aber wird Repräsidentativität eigentlich immer dafür genommen, dass man sagt, es ist aussagekräftig und repräzentiert eigentlich die Meinungen, die man in der Gesamtheit der Lehrkräfte finden würde.

00:03:30: Und da sagen wir ja das tut es!

00:03:32: Wir haben von elf Tausend Achthundert Lehrkräften ungefähr zwei tausend befragt.

00:03:36: Das ist eine sehr sehr... ...vielzehn Prozent, das ist ne sehr hohe Vertretung Und diese sind nicht auffällig abweichend.

00:03:46: Das heißt, wir haben die Schulform einigermaßen abgebildet mit leichten Prozentabweicherungen.

00:03:50: Wir haben das Geschlecht sogar ziemlich gut abgebundet und wir haben auch Vollzeit-Teilzeit mit einer leichten Überhöhung von Vollzeit aber die Abweichung ist nicht so furchtbar groß.

00:03:59: Das heisst wie gehen schon davon aus dass wenn man jetzt diese Zufallsbefragung machen würde nichts anderes bei rauskommt.

00:04:06: Okay, also ich nehme mit dass die Werte, die ihr dort oben habt durchaus belastungsfähig sind für unser Land.

00:04:14: und nun hast du es ja schon gesagt apropos Belastung.

00:04:17: Es ging halt um die Arbeitsbelastungen der Lehrkräfte im Land.

00:04:22: Was habt ihr denn dafür Hauptbefunde?

00:04:26: Ja, also die Studie hat insgesamt sechs Kapitel.

00:04:29: von daher muss man sich da jetzt sehr fokussieren.

00:04:31: Also ein erster Schwerpunkt den wir im Frühjahr schon bereits vorgestellt haben wo es auch zwei Arbeitspapiere dazu gibt.

00:04:38: was sich jetzt im Bericht natürlich nochmal nieder schlägt war dass wir überhaupt festgestellt haben wie hoch die Arbeitsbelastung ist, wie hoch der Psychenbelastungs der Arbeitsintensität und haben dabei schon gefunden das neunundzwanzig Prozent der Lehrkräfte sich in der Gratifikationskrise befinden wenn sie gefragt werden nach den Belastungen und dem, was Sie davon haben.

00:05:01: Also an Gratifikationen zum Beispiel, einen Aufstieg, eine Anerkennung und Wertschätzung oder auch an Beschäftigungssicherheit.

00:05:09: Wenn Sie das ausbalancieren kommen, kommt neunzwanzig Prozent zu dem Schluss, dass sich der Aufwand sozusagen zu groß ist für das, was sie dafür bekommen.

00:05:18: Und wir wissen aus anderer Forschung dass das ein wichtiger Indikator dafür ist, dass Menschen krank werden, wenn diese Gratifikationskrise eintritt.

00:05:27: Und da sieht man auch einen Drittel der Kräfte befindet sich im gesundheitlich normal Bereich zwei Drittel in Risikogruppen.

00:05:34: Neunzehn Prozent haben sogar ein sehr hohes Gesundheitsrisiko und da schlägt sich die Belastung nieder.

00:05:39: Das was ich mit der Gratifikationskriese versucht habe zu erklären, macht sich daran auch fest.

00:05:46: Jetzt müssen wir natürlich gucken reden über Attraktivität.

00:05:50: Wenn man die Lehrkräfte fragt, würde sie einen Beruf weiter empfehlen.

00:05:53: Da sagt die Hälfte Nein!

00:05:54: Das ist total erschreckend.

00:05:56: Und das ist total...

00:05:57: Ja, also ich hab' das ja gelesen in deinem Bericht.

00:05:59: Ich finde es total erschrecken und dass Menschen die ja meist intrinsisch motivierten Beruf ergriffen haben und gerade diesen Beruf am Ende sagen ne also mach mal lieber nicht.

00:06:10: und wenn ich nochmal neu entscheiden könnte ich würde's auch nicht

00:06:14: tun.

00:06:14: Und was ist in anderen berufen auch nicht so?

00:06:16: Also wenn man jetzt in anderen Branchen die Leute fragt dann sagt ihr ja klar Und klar empfehle ich meinen Beruf weiter.

00:06:22: Da werden die Fragen ja teilweise, würden sie es ihrem besten Freund empfehlen?

00:06:25: Sogar noch schärfer bestellt.

00:06:27: und trotzdem ist da viel Zustimmung.

00:06:29: Das sozusagen der eine befundene haben, dass wir sagen, die Lage ist schlecht, die Attraktivität ist geringen.

00:06:35: und jetzt gibt's natürlich die zweite Frage, die jetzt relevante ist nämlich die Frage was kann man denn eigentlich tun?

00:06:41: Und das wurde in Mecklenburg, vor allem wenn ihr einiges getan im Rahmen des Bildungspakt ist, wurden Maßnahmen ergriffen.

00:06:50: Man hat ja schon früher und vielleicht auch intensiver als in anderen Bundesländern auf den Seiteneinstieg gesetzt und hat ja hohe Rekrutierungszahlen über den Seitenseinstieg.

00:07:02: Das heißt da ist viel passiert und deswegen haben wir nach diesen Maßnahmen gefragt.

00:07:06: die erste Frage natürlich Lehrkräftemangel ist in Mecklenburg gehört zu den Ländern mit dem größten Probleme in dieser Beziehung.

00:07:17: Okay, lass uns aber kurz bei diesem Lehrkräftemangel bleiben.

00:07:20: Und bevor wir in diese Maßnahme gehen, seit ein Einstieg ist ja eine Maßnahme um das zu beheben.

00:07:27: Aber ich würde ganz gerne bevor du das machst einen Schritt zurückgehen und sagen Wir haben die grundständig ausgebildeten Lehrkräfte.

00:07:34: Die sind das zeigt euer Befund hoch belastet.

00:07:38: Die GEW hat das ich sage mal so zwar immer gesagt, aber jetzt haben wir auch den den Beweis dafür.

00:07:45: Jetzt habe ich diese Grundstände grundständig ausgebildete Nährkräfte, die zu sehr großen Teilen auch in Teilzeit gehen und oft tun, dass die Lehrerinnen und Lehrer ja weil sie das Gefühl haben Sie können sonst ihren Job nicht gut machen.

00:08:02: Ist da Potenzial?

00:08:03: Also wenn ich jetzt Verbesserungsmaßnahmen habe jetzt mal abgesehen davon Das ganz faktisch Personen fehlen Die diesen Beruf ergriffen haben aber ist potenziell bei diesen Lehrkräften vorhanden die sagen Ich bin in Teilzeit Weil ich ansonsten mit diesem ganzen Aufgaben mit der Leistung meinen Job gar nicht machen kann.

00:08:25: Das ist auf jeden Fall der Befund, der sich hier auch wieder gezeigt hat.

00:08:30: Und man kann es sogar noch zuspitzen und sagen der lehrkräfte Mangel in der Intensität, wie er hier auch festgestellt werden kann, dass wir sagen nur zehn Prozent sagen ja das sie gar keinen Mangel haben und die anderen haben im Hohenmaße Die erfahren ja auch Nachteile dadurch, das heißt sie müssen mehr Aufgaben machen.

00:08:53: Sie haben viel häufiger kurzfristige Vertretungen oder sie müssen Überstunden machen oder zusätzliche Aufgaben übernehmen mit denen die sie vorher nicht gemacht hätten und das schlägt sich natürlich nieder und das verschlechtert diese Situationen.

00:09:06: Und grundsätzlich war vor dieser würde der Lehrstellenmangel folgen, ja schon die Situation dass die Lehrkräfte vielfach in Teilzeit ausgewichen sind aufgrund der hohen Belastung.

00:09:20: Das heißt man kann jetzt nicht einfach hingehen wie das die ständig wissenschaftliche Kommission gemacht hat, die gesagt hat naja es gibt ein Kapazitätsproblem wir müssen einfach alle in Vollzahl gehen als das Problem gelöst.

00:09:31: Das alleine würde natürlich nicht reichen.

00:09:33: Es

00:09:34: würde quantitativ nicht reichern, aber es würde auch nicht funktionieren!

00:09:37: Ja

00:09:38: das ist gut, dass das mal jemand sagt!

00:09:40: Es würde nicht funktionierend, weil die Menschen ja jetzt... Also zum Beispiel sind die Burnout Quoten von Teilzeitkräften höher und nicht geringer als von Vollzeitkräften?

00:09:53: Man würde ja erwarten, jemand der kürzer arbeitet hat auch weniger Burnout.

00:09:57: aber offensichtlich war die Belastung so groß und diese viele sind zu spät in die Teilzeit gegangen um sozusagen ihre Gesundheit noch zu schützen.

00:10:05: Und haben durch die Überlastung gesundheitliche Nebenfolgen erleden.

00:10:12: also von daher kann man diesen Menschen nicht zwingend auf Vollzeit zu gehen ohne dass meine erhebliche Gesundheitsrisiken verursachen würde oder steigern würde in dem Moment.

00:10:23: Das ist ein rein mechanisches Denken, dass man so denkt naja die haben nur Teilzeit und sollen sie halt Vollzeit machen.

00:10:31: dazu kommt natürlich auch ich meine der Beruf als Lehrkraft ist ein Beruf.

00:10:36: der ist früher ganz häufig gewählt worden das kann man auch zeigen einen berufsmotivation weil es am beruf war der galt als familienfreundlich und kompatibel mit mit Familienleben war man eben Die Arbeit die man dann zu Hause macht, das Lehrkraft oder was?

00:10:51: Ja, weil es selbstbestimmter

00:10:52: ist.

00:10:53: Selbstbestimmte am Abend machen kann oder man arbeitet am Samstag wenn der Mann sich mal um die Kinder kümmert oder so etwas.

00:10:59: Das ist jetzt

00:11:00: ein sehr traditionelles Familienbild?

00:11:02: Ja aber meine das ist ja... Aber das ist das Sharing was in der Familie passiert dass dann in dem Moment jemand anderes das übernehmen muss und es sind ja immer noch also traditionell.

00:11:14: hin oder her sind immer noch die Frauen die mehr die Familienlasten haben und die Kehrarbeit tragen.

00:11:18: So ehrlich müssen wir sein an dieser

00:11:20: Stelle.

00:11:21: Ich habe dich ja bewusst abgelenkt von dieser Frage des Seiteneinstiegs, weil ich das ganz gerne noch ein bisschen genauer besprechen wollen würde.

00:11:28: Aber also wir stellen fest, dass wenn die Lehrkräfte in Teilzeit sind ist denn der Befund dahingehend da, dass man sagen könnte Wenn der Beruf nicht so belastend wäre dann würden auch weniger Lehrkräfteteilzeit machen oder würden Stunden aufstocken?

00:11:45: lässt sich das ablesen?

00:11:48: Ja wir können das aus den Zahlen sehen, weil wir haben eine Frage gestellt zu den Lösungsmöglichkeiten.

00:11:54: Weil wir schon danach gefragt haben unter welchen Bedingungen würden Sie denn auch in Ihre Stunden aufstocken?

00:12:03: Man hört das raschelt, wir wühlen in den Unterlagen.

00:12:07: so soll es auch sein.

00:12:09: Die Studie gibt's natürlich online einmal hier auf der Seite der GEW da könnt ihr die finden aber er findet sie natürlich auch direkt auf der seite von der kooperation stelle der unigotting.

00:12:20: Aber wir haben sie ja ganz old school in papier mit Diagrammen.

00:12:26: Ja und wenn Und das ist der Zusammenhang, über den wir sprechen.

00:12:32: Wenn man sie fragt unter welchen Bedingungen werden Sie bereit in Vollzeit zu gehen?

00:12:37: Dann sagen einundneunzig Prozent Lehrkräfte, wenn ich weniger Zusatzaufgaben machen müsste also außer Unterrichtliche

00:12:47: tätig

00:12:49: keine Verwaltungsaufgabe.

00:12:51: Und achtzig Prozent sagen Nein, wenn die Arbeit in Vollzahl überhaupt zu schaffen wäre.

00:12:55: Das heißt, man braucht insgesamt eine Absenkung der Arbeitsintensität.

00:12:59: Also auch der Unterrichtserpflichtung, der Pflichtstunden?

00:13:02: Das wäre eine Möglichkeit das zu machen

00:13:05: und sicherlich auch einer Erhebung wirklich der Aufgaben die man hat also Klassenleiterstunden Schulleitung was fällt einem ein?

00:13:12: Koordinierungsstellen Klassenfahrten, organisieren Elterngespräche vorbereiten.

00:13:19: Unterricht bin differenziert machen Gespräche mit Schulsozialarbeit.

00:13:23: also das Portfolio ist ja riesig und am Ende ist doch irgendwie immer was draufgekommen für die Lehrkräfte.

00:13:29: Das ist das Problem dass die Politik gewissermaßen sich über Jahre zehntelange nicht rechtfertigen musste.

00:13:37: dafür wenn neue Tätigkeiten darauf kamen musste nicht gezeigt werden wo die Aufgaben weggefallen sind Sondern es wurde den Lehrkräften überlassen, dass sie sozusagen das selber regeln sollen.

00:13:48: Das kann man natürlich nicht selber reglen wenn immer Sachen

00:13:50: oben drauf kommen.

00:13:52: Man kann's ja nicht nicht machen am Ende.

00:13:54: Das heißt diese Belastungen zeigen sich in deinen Ergebnissen.

00:14:00: die Lehrkräfte die mitgemacht haben muss ich mal wirklich hoch anrechnen weil Bogen an sich hätte mindestens eine halbe Stunde Zeit gebraucht.

00:14:09: Und viele haben sich sogar noch die Zeit genommen und wirklich eigene Vorschläge am Ende mit eingebaute Sprechen darüber auch noch, was sich verändern muss und haben also sich wirklich da die Zeit dafür genommen?

00:14:21: Jetzt kommen wir zu dieser Frage.

00:14:23: Also natürlich hatten wir zu wenig Lehrkräfte.

00:14:25: in Mecklenburg-Vorpommern hat das historisch ja auch noch ne Bewandtnis mit dem Abbau der Lehrkräften in den Neunzigerjahren im Anfang der zweitausender Jahre dass da auch wirklich so eine Lücke entstanden ist, aber ohne Seiteneinstieg.

00:14:41: geht es nicht.

00:14:42: Das haben wir alle verstanden schon vor einigen Jahren, dann gab es einen großen Wildwuchs in diesen Seiteneinstieg.

00:14:49: im Grunde genommen musste man aufpassen dass man nicht von der Straße weg in die Schule rekrutiert wird und gemeinsam quasi mit der Landespolitik hat auch die GEW sich denn dafür eingesetzt das zu sortieren Qualifizierungsmaßnahmen anzubieten einen strukturierten Weg in die Schulen zu bringen und vor allen Dingen eben auch nicht in Konkurrenz zugrunde ausgebildeten Lehrkräften zu gehen, was ja auch ein wichtiger Punkt für so eine Gewerkschaft ist.

00:15:19: Das ist die größte Personalmaßnahme gegen Lehrkräftemange.

00:15:23: Wie läuft es denn da?

00:15:26: Ja das ist jetzt.

00:15:32: man muss zwei Sachen sagen.

00:15:33: Eine ist ja es ist ganz viel getan worden und es sind unglaublich hohe Anteile an Lehrkräften über den Seiteneinstieg in der letzten Jahre rekrutiert worden.

00:15:46: In unserer Befragung waren es mit einem Jahr oder zwei Jahren Berufserfahrungen, ich meine sogar sechzig-siebzig Prozent die im Seiteneinstieg waren.

00:15:57: das heißt ist hat eine wahnsinnige Bedeutung und ohne den Seitenseinstieg kann man das den Lehrkräftemangel in diesem Land nicht.

00:16:07: Das sind die Zahlen aus den beruflichen Schulen vor allen Dingen.

00:16:10: Ja das

00:16:11: stimmt, dass es in der Schulform unterschiedlich.

00:16:14: auch die regularen Schulen haben wenn ich mich richtig erinnere einen höheren Anteil am Seiteneinstieg.

00:16:20: also insofern ist das total wichtig.

00:16:23: und wenn man diese Wichtigkeit jetzt nimmt dann Kann man zwar feststellen, es wurde auch ganz viel getan mit der Seiten-Einstiegsqualifizierung SEQ.

00:16:33: Mit dem Berufsbedeutenden Vorbereitungsdienst.

00:16:35: Das sind ja Maßnahmen, die er gemacht worden sind.

00:16:37: Es ist im Gesetz festgeschrieben worden, dass man verbindlich Mentoring macht und einen Qualifizierungsplan macht usw.

00:16:45: Und das ist gut.

00:16:46: aber auf der anderen Seite ist die Umsetzung nicht gut genug für die Größe des Problemes.

00:16:54: Wenn man jetzt die Wehrkräfte fragt... im Seiteneinstieg sind, sondern die grundständige Lehrkräfte fragt.

00:17:02: Also die

00:17:03: von draußen auf die Seiten einsteigen... also nicht von draußen, sie sind ja auch in der Schule aber, die die Grundständig ausgebildet sind?

00:17:08: Was sagen die?

00:17:09: Die sagen zu einem und dreißig Prozent dass das in ihrer Schule des Seiteneinstiegs nicht gut geregelt ist und einundreißig prozent sagen in ihre Schule ist es gut geregelt.

00:17:16: Das heißt da ist noch ganz viel Verbesserungspotenzial oder Notwendigkeit damit die wirklich gut integriert werden.

00:17:23: denn nur wenn die Integration gut funktioniert kann man sicherstellen, dass erstens mal eine gute Bildung geleistet wird und zum anderen das System also die grundständigen Lehrkräfte und die Seitenansteigenden nicht überlastet werden.

00:17:36: Ja

00:17:36: weil auch das ist ja ne Aufgabe?

00:17:38: Das ist ne Aufgabe und wir wollen ja auch, dass sie den Job behalten, also drin bleiben und auch Lust und Spaß dran haben und dann den Kindern und jungen Erwachsenen sozusagen Freude am Lernen vermitteln können und nicht total gestresst sind und überfordert.

00:17:56: Okay, aber jetzt sagst du die, die grundständig sind.

00:17:59: Die sagen okay naja es läuft so.

00:18:03: Sagen das dreißig Prozent?

00:18:04: Dreißig prozent sagen ja läuft nicht so gut.

00:18:07: Aber was sagen denn die Seiteneinsteigenen?

00:18:09: Die Seiteneinstegenden wiederum beklagen sich über die Qualität der Einarbeitung und da sind wir hier nochmal gucken Das sind teilweise wirklich auch erschreckende Zahlen.

00:18:22: Also wenn ich mir sage, also positiv klingt ja erst einmal.

00:18:25: Sechsundsiebzig Prozent sagen, Ich wurde in der Schule willkommen geheißen und mit dem Kollege bekannt gemacht.

00:18:31: Ja?

00:18:32: Aber vierundzwanzig Prozent würde das nicht.

00:18:34: Da sind aber für mich grundsätzliche Prinzipien der Höflichkeit, dass man als neuer Mitarbeiter, neue Mitarbeiterinnen sozusagen bekanntgemacht wird.

00:18:42: Von da sind diese Sechsebzig-Prozent jetzt auch nicht so super toll.

00:18:46: Fünffünfzig Prozent fühlen sich durch ihre Kolleginnen unterstützt.

00:18:52: Was sicherlich auch daran liegt, dass die selbst auch stark belastet sind?

00:18:58: Ja da habe ich

00:18:58: in deinem Zahl nämlich gesehen.

00:19:01: Da sagen nämlich von den Grundständigen sagen sie haben also sind es achtunddreißig Prozent.

00:19:07: Die sagen Sie haben dadurch einen persönlichen Mehraufwand.

00:19:10: Also ich hab Schule und Unterricht.

00:19:12: Ich habe alles drum herum und jetzt kommt noch ein Seiteneinsteiger.

00:19:17: Ja, eigentlich brennt es an allen Ecken.

00:19:18: Im Grunde genommen hätte ich niemanden die sofort einsetzen kann.

00:19:22: Kann nicht aber nicht!

00:19:23: Und dann das noch.

00:19:25: Genau, das ist der Punkt!

00:19:26: Das was wir vorhin gesagt haben gilt ja immer noch dass wenn er hohe Überlastung haben die durch den Lehrkräftemangel noch zugespitzt wird weil man ja noch zusätzliche Aufgaben übernimmt.

00:19:35: und jetzt muss ich mich auch noch um die Seiteneinsteigenden kümmern obwohl sich selbst sozusagen oberkante Unterlippe das Wasser schon steht.

00:19:42: also von daher kann ich auch das nachvollziehen dass es dann schwierig sein kann auf hundert Prozent Unterstützung zu kommen.

00:19:51: Ja, also no front!

00:19:52: Es geht hier nicht darum zu sagen das machen die schon da sind schlecht sondern wir wollen ja zeigen was ihr herausgefunden habt und herausgefundet habt ihr ja dass es eigentlich allen nicht so wirklich gut geht mit der Situation.

00:20:08: aber wenn ich dich richtig verstehe ist es auch so einen höheren Druck haben zu sagen, das funktioniert hier nicht wirklich gut als in der Außenwahrnehmung und Anführungszeichen jetzt.

00:20:27: Aber die Grundstelle ist in der außenwahlnehmungen.

00:20:30: Also wir haben eine ganze Reihe von Fragen gestellt also zum Beispiel ob man Willkommen geheißen wird oder ob die Einarbeitung gut war oder ob und einem alles vermittelt worden ist, oder ob man auch auf den Qualifizierungsweg aufgeklärt wurde.

00:20:42: Und wenn man die Fragen, die wir allen gestellt haben, bericht nach den Gruppen dann sehen das die Seiten einsteigen sind noch aktiv im Prozess sind am kritischsten von denen sagen neunzwanzig Prozent Wir haben keine systematsche Einarbeitung gehabt.

00:20:57: Wir sind da uns zufrieden

00:20:59: Okay, aber das sind ja

00:21:01: die, die dann auch schnell wieder weg sind?

00:21:03: Ja genau.

00:21:03: Aber bei den anderen, meinen Grundständen der Kräfte und auch bei den Seiteneinsteigen, die es hinter sich haben insofern als sie jetzt ihre Qualifizierung abgeschlossen haben, den Prozess abgeschlossen habe und jetzt eine gleichwertige Ausbildung bekommen haben, die entscheiden das so in der Mitte.

00:21:17: Das heißt dem Problemdruck, den die Seiteneinstellungen selbst empfinden wenn sie im Prozess noch sind wird von den Anderen auch unterschätzt.

00:21:26: Also da muss man schon sehen, dass sie das nicht so in dem vollen Umfang wahrnehmen wie stark die unter Druck stehen.

00:21:34: Und der Druck kommt eben nicht nur durch die schlechte Einarbeitung sondern eben auch weil Sie parallel etwas leisten müssen was die anderen nacheinander gemacht haben.

00:21:43: Man muss überlegen also dieses Lehramtsstudium Vorbereitungsdienst und dann fängt ja erst der Beruf an.

00:21:50: Das machen die Seiteneinsteigenden gleichzeitig, teilweise müssen sie nachstudieren.

00:21:54: das ist hier relativ selten in Mecklenburg-Vorpommern in Berlin ist das häufiger Und Sie sind in dieser Seiteneinstiegskqualifizierung oder im berufsbegleitenden Vorbereitung parallel zum Unterrichten bekommen dafür ihre Ansicht nach.

00:22:10: acht Prozent sagen dass die Abminderungstunden für die Qualifizierungen ausreicht, das ist nicht besonders positiv.

00:22:23: Das

00:22:24: ist

00:22:24: extrem wenig Zustimmung und etwas günstiger ist es bei der Bewertung des Untrittseinsatzes.

00:22:30: Da sagt ein Drittel, das ist zu bewältigen und es wird auch genug Rücksicht auf Qualifizierungsbedürfnisse genommen.

00:22:38: Das heißt, dieses ganze Konstrukt bei gleichzeitige Qualifzierung und gleichzeitiger Unterrichtseinsatz muss man offensichtlich besser ausbalancieren und man muss wahrscheinlich darüber nachdenken ob die Qualifizierung auch die richtige Qualität hat.

00:22:54: Wenn ich das nacheinander mache, dann macht es nix wenn ich ein akademisches Studium mache und danach einen praxisorientierten Vorbereitungsdienst und dann gehe ich in den Schuldienst.

00:23:03: Dann habe ich sozusagen zwei Päckchen in meinem Rucksack und kann das anwenden.

00:23:07: Auch da gibt's ja viel Kritik dran, dass wir es nicht beschönigen.

00:23:10: Aber wenn ich jetzt parallel ein akademisches Studiums nachstudieren muss was mir im Unterricht mit meinen Lehrkräften, mit meinen Schülern gar nicht hilft.

00:23:21: Dann ist das natürlich eine extreme Belastung und wir haben Zitate teilweise... Das muss ich jetzt aus Berlin... Aus Berlin gibt es ein Beispiel wo eine Grundschullehrerin schreibt wie unsinnig das ist dass sie Ableitungen und Funktionen machen muss wo sie doch in der Grundschule niemals dahin kommt.

00:23:43: Ja, das ist natürlich...

00:23:45: Wenn wir

00:23:45: diese Frage jetzt natürlich an dieser Stelle auch machen.

00:23:48: Das ist ja hochdiskutabel in vielerlei Hinsicht.

00:23:52: sicherlich aus der Systematik um es jetzt gar nicht in die Fachlichkeit reinzubringen.

00:23:58: Aus der Systematie der Seiteneinsteigenden in Mecklenburg-Vorpommern ist es ja am Ende trotzdem so dass sie am Ende grundständig ausgebildet in den Kräften gleichgestellt sein sollen wenn Sie die Qualifizierung abgeschlossen haben und dann gehört, egal wie man das jetzt findet, dass natürlich auch mit dazu, weil man ja nicht nur in dieser Einrichtung diskutieren kann.

00:24:26: Das inhaltliche jetzt nochmal, das ist ja ein anderes Thema.

00:24:30: Ich glaube dass müssen wir auch mal diskutieren.

00:24:32: also ich glaube nicht wie ihr beide aber ich glaube das ist ein schönes Thema was man sich auch mal für den Podcast vornehmen kann darüber zu sprechen weil das hier auch in der Öffentlichkeit immer wieder neu diskutiert wird und besprochen wird.

00:24:45: viele haben eine Meinung dazu ist ja keine Frage.

00:24:49: Aber diese Probleme Ausbildung von Lehrkräften in Deutschland, die schon lange diskutiert werden.

00:24:57: Die spitzen sich jetzt zu wenn ich das parallel machen muss und einen vollen Einsatz habe.

00:25:03: und jetzt auch noch die Intensität des Unterrichtseinsatzes und die Entlastung für die Qualifizierung, wenn das nicht in der richtigen Balance ist.

00:25:11: also darauf weisen die Zahlen hin da muss man sich das genauer angucken und dann muss man daran

00:25:16: arbeiten.

00:25:17: Das zeigt sich dann praktisch auch in deinem Ergebnis, ne?

00:25:20: So ist es ja okay.

00:25:22: Ja jetzt vielleicht noch einen Punkt bei den Seiten einsteigen denn weil das geht auch aus dem Bericht davor und ich finde gar nicht unwichtig ist die Frage des Mentorings.

00:25:32: Ihr habt als befundet dass das Mentoring im Grunde genommen, naja wenig bis da nicht stattfindet.

00:25:40: Das heißt hier, der Seiten-Einsteigenden bekommt gar kein Mentoring.

00:25:48: Und wer das bekommt ist nur zu knapp sechzig Prozent, also neunundfünfzig, zufrieden!

00:25:55: Da zeigt sich ja auch... Wirklich wieder eine Belastungssituation.

00:26:00: Ist das Mentoring ausreichend über Abminderungen zum Beispiel abgesichert?

00:26:05: Gibt es dafür genug Zeit für die Lehrkräfte, die's machen?

00:26:10: Hat man genug Zeit mit der Seiteneinsteiger und dem Seiteinsteige auch mal Dinge zu besprechen?

00:26:15: Das sind ja diese Sachen.

00:26:17: Wozu

00:26:19: führt das am Ende?

00:26:21: Habt ihr da befunden?

00:26:23: Ja, lasst mich das nochmal... Das, was du jetzt ausgeführt hast betrifft ja vor allem die Lehrkräfte, die unterstützen sollen.

00:26:33: Da gibt es auch Kritik daran dass sie sich nicht genug entlastet fühlen.

00:26:38: aber für mich ist dieses Mentoring in einer im Fokus sozusagen das Beispiel wie man sozusagen nicht machen sollte.

00:26:47: Man hat sich vorgenommen das Mentoring zu machen steht im Gesetz und dann findet man in der Praxis Obwohl man auch als anderer Forschung weiß, dass Mentoring total wertvoll ist für das Selbstsortgefühl einer Person und die Selbstwirksamkeit als Lehrkraft.

00:27:06: Für die Bildungserfolg usw.

00:27:10: Es gibt überhaupt keinen Zweifel, dass mentoring genau die richtige Maßnahme ist berufsbegleitend ist, unterstützend über einen längeren Zeitraum geht.

00:27:18: Dass man auch tatsächlich die Erfahrungen, die man im Unterrichten macht, reflektieren kann mit deiner erfahrenen Person.

00:27:24: Also extrem wichtig und wir sehen das auch diejenigen.

00:27:27: wenn mir die beiden Gruppen jetzt befragen und sagen wie zufrieden bist du?

00:27:32: Mit deinem mit deinem Seiten-Einstieg dann sagen fünfundfünfzig Prozent die Mentoring hatten Ja, ich bin zufrieden aber acht nur sieben und dreißig Prozent die kein Mentoring hatten.

00:27:42: Das heißt es wirkt sich sogar auf die Zufriedenheit aus nicht nur auf die Performance die eine Person sozusagen in den Moment bringen kann sondern auch auf die Zufriedenheit und auf die Bleibekote.

00:27:51: Ja genau lass uns doch mal über Zufredenheit sprechen weil das klingt immer so naja sagen wir mal Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern sind im Vergleich zum Durchschnitt zwar dient doch gut vergütet Ja, und wenn man dann über die Belastungssituationen spricht in der Öffentlichkeit auch als Gewerkschaft.

00:28:12: Auch in meiner Aufgabe Als öffentlichkeitsarbeiterin Wenn man hört wie auch über Lehrkräfte gesprochen wird Dann heißt es oft Naja warum müssen die Es ist doch jammern auf hohem Niveau?

00:28:24: Es ja auch wird sehr gerne gesagt Und wieso?

00:28:27: Die haben doch genug und Augenauf bei der Berufswahl.

00:28:30: Dabei ist zufriedenheit doch ein total wichtiger Faktor oder

00:28:35: nicht?

00:28:35: Ja, in verschiedener Hinsicht.

00:28:37: Interessant ist bei den Seiteneinsteigen und wir haben sie auch gefragt wie Sie die Belastung im Vergleich zum früheren Beruf einschätzen oder sagen einseitig Prozent also das ist jetzt anstrengender.

00:28:49: Also das im direkten Vergleich obwohl sich dafür entschieden haben in diesem Beruf zu gehen und es führt ja auch bei vielen offenbar nicht dazu dass es bereut haben.

00:29:01: Das ist schon mal ein wichtiger Punkt.

00:29:02: aber Der Punkt

00:29:03: war Zufriedenheit.

00:29:04: Also warum das Zufredenheit ist?

00:29:06: Ist ja nicht messbar.

00:29:09: in dem Sinne, dann gibt

00:29:12: da kein Zufrehenheitsskala vermutlich... Ja doch man kann die Leute ja fragen um sie zufrieden sind.

00:29:15: Das habt ihr ja gemacht.

00:29:16: Indem man zum Beispiel fragt ob es einen Beruf weiter empfiehlen ist sozusagen unsere Berufszufrieden-heit.

00:29:20: wir haben die Arbeitszufriedenerität jetzt nicht direkt abgefragt und wir sehen ja auch auch immer zusammenhängerechnen.

00:29:28: Das heißt, die Leute, die besonders stark belastet sind, die sind natürlich dann noch weniger zufriedener.

00:29:33: D.h.,

00:29:34: die Empfehlungsbereitschaft hängt an einem Verklarb-Vellums zum Beispiel, wie gewertet wird oder... Aber wir haben ja jetzt von dieser Frage,

00:29:40: ist das hier jammern auf hohem Niveau was die Lehrkräfte machen?

00:29:45: Ist es jammern auf hohen Niveaux?

00:29:50: Ich denke nicht!

00:29:53: Wir haben Wir haben einen sehr herausfordernden Beruf.

00:29:57: Wir haben objektiv im Vergleich zu anderen Berufsgruppen sehr ungünstige Gesundheitswerte, wenn ich die Risikogruppen nehme und da würde ich sagen es gibt wirklich ein Problem und das drückt sich ja auch in Fakten nieder wie zum Beispiel der hohe Anzahl von Lehrkräften, die ihre Verrentung gar nicht erleben weil sie vorher aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden.

00:30:25: Also das ist ja im Vergleich zu anderen Berufen relativ hoch.

00:30:29: Man muss es immer mit berufen vergleichen die Interaktionsarbeit machen, also auch Pflegeberufe haben eine ähnliche Belastung und da sind Lehrkräfte nicht die einzigen, die so eine rote Belastungen haben.

00:30:40: Aber gerade so Interaktationsarbeiter heißt Arbeit wo man darauf angewiesen ist dass in dem Fall die Schülerinnen und Schüler die müssen lernen.

00:30:49: Ich muss deren Kooperation gewinnen, ich muss mit denen arbeiten und nur wenn die kooperieren.

00:30:54: Wenn ihr mir das gelingt kann nicht einen guten Job machen.

00:30:58: Und diese Abhängigkeit von dem anderen für den Erfolg meines Berufes macht sozusagen das Risiko für mentale Belastung, für psychische Belastungen erhöht es massiv.

00:31:08: Das gilt eben auch für Pflegekräfte für Leute im Krankenhaus oder so etwas andere Formen für Sozialarbeit.

00:31:15: Jetzt sagen Lehrkräfte sicherlich wenn sie das hören ja Gott hier Thomas Doktor Hartwig, erzähl uns mal was Neues.

00:31:23: Das Gute daran ist ja wirklich dass ihr es sozusagen jetzt die gefühlte bis langen Gefühltewahrheit für Mecklenburg-Vorpommern zumindest in Heilien auch belegen könnt.

00:31:36: Euer Ergebnisbericht geht ja auch noch auf weitere Punkte ein.

00:31:39: wenn wir das alles heute noch machen an diesem Podcast meine ich in der Ausgabe dann wird es ein sehr langer Podcast, aber was ja auch wichtig ist wenn wir über solche Dinge sprechen.

00:31:54: Ihr habt ja nicht nur Zahlen vorgelegt so ist es sondern das Besondere an eure Arbeit hier ist ja dass ihr daraus Empfehlungen ableiten konntet zu dem was müsste man eigentlich

00:32:08: tun?

00:32:11: Erstmal würde ich gerne wissen wie seid ihr denn auf die Idee gekommen das miteinander so zu verknüpfen und nicht nur so einen Befund zu machen, zu sagen wir gucken mal wie es ist.

00:32:19: Und dann geben wir denen hier die Zahlen.

00:32:21: oder sollen die mal irgendwie zusehen was sie jetzt mit diesen Zahlen sinnvollerweise anfangen?

00:32:27: sondern ihr habt ja ein Grund dafür das so zu machen.

00:32:32: Ja wir sind ja auch Forscher und wollen etwas Neues erfahren.

00:32:37: Und daher war das sozusagen bei unseren ganzen Befragungen in der Vergangenheit schon immer ein Thema, dass wir geguckt haben was liegt jetzt eigentlich als nächste Frage an?

00:32:47: Also weiß ich in Frankfurt haben uns zum Beispiel ausführlich damit beschäftigt Was sind die Motive für Leute in Teilzeit zu gehen oder in Vollzeit zu bleiben?

00:32:57: also Und da haben wir festgestellt, dass

00:32:59: z.B.,

00:32:59: die das was verfolgen besprochen haben, dass die Leute aus Belastungsgründen in erster Linienzeit gehen und es ist keine anderen Motive, also andere Motive nachrangig sind.

00:33:10: Und so ergibt sich sozusagen für jede neue Studie, auch ein neuer Schwerpunkt.

00:33:16: Und in Mecklenburg-Vorpommern war halt die Frage was macht eigentlich der Lehrkräftemangel?

00:33:20: Der hier sehr ausgeprächt ist an zusätzlichen Belastungen?

00:33:24: weil es stimmt wir haben in allen Befragungen kriegen immer das gleiche traurige Bild und wir haben schon vor drei Studien gesagt Es ist alles bekannt man muss jetzt handeln Die Bildungspolitik muss Mittel in die Hand nehmen und muss entlasten Und deswegen kriegen wir in allen Bundesländern immer wieder ein schwieriges Bild vermittelt.

00:33:48: Insofern, was die Grundbelastungssituation angeht, unterscheiden sich die Lehrkräfte von dem Mecklenburg leider nicht von Berlin oder Hamburg.

00:33:57: reden wir nicht über Detail sondern über das große Bild.

00:34:00: Die Belastungssituation ist ein Merkmal dieses Berufs, der es in Deutschland sozusagen einfach überlastet mit zu vielen Aufgaben betreut und wird immer neuen Aufgaben konfrontiert.

00:34:11: Denn die Schülerinnen und Schüler werden ja nicht einfacher

00:34:14: jetzt unser

00:34:14: Lob gesagt herausfordern und nehmen ja zu, die Vielfalt nimmt zu und die pädagogischen Anforderungen steigen eigentlich laufend und die anderen Aufgaben kommen auch immer noch dazu.

00:34:28: Das ist ein Grundbild, das überall ist.

00:34:30: Und deswegen war für uns dann auch die Frage okay es hat ja keinen Sinn immer nur zu Jammern und zu sagen festzustellen und den immer wieder dem bildungspolitikten Spiegel vorzuhalten wie schlimm es ist sondern wir wollten jetzt auch mal gucken an welcher Stelle gibt es eigentlich Lösungsmöglichkeiten?

00:34:47: Hier war halt über den Bildungspakt gab es dann halt so ein paar Sachen, die man halt erfragen konnte.

00:34:53: Weil es gibt ein paar Maßnahmen hier über den Seiteneinstieg genau beschlossen worden sind und was weiß ich das man in Zulagen bekommt für Mitfächer oder... Und genau mehr Arbeitsausgleich

00:35:04: ist angepasst worden, wenn man Bildungspakt zum Beispiel abhängt von einem Alter?

00:35:08: Genau eine Reihe von diesen Maßnahmen haben wir eben auch nach Nützlichkeit bewerten lassen und haben dann halt auch gefragt Und zwar eine offene Frage.

00:35:17: Das macht man auch nicht so gerne bei einer Umfrage, weil das mit sehr viel Arbeit verbinden ist bei der Auswertung.

00:35:23: Da muss man ja dann wieder Bündel interpretieren.

00:35:27: und dass wir da auch mit einer offenen Frage gefragt haben was würde euch denn jetzt noch einfallen an weiteren Maßnahmen oder was würdet ihr vorschlagen?

00:35:34: Dass man und darüber haben wir dann auch eine ganze Reihe an Hinweise bekommen sowohl auch beim Seitenanstieg aber eben auch bei der generellen Frage Was kann man gegen den Lehrkräftemangel tun.

00:35:48: Und wie kann man Entlastungen schaffen?

00:35:49: Okay, das ist jetzt natürlich der Elefant hier im Raum!

00:35:54: Wie kann man denn was gegen den Lehrkräftig-Mangel tun und Entlastung schaffen?

00:35:57: Was sind eure Befundungen?

00:36:01: Das waren auch offene Antworten,

00:36:03: d.h.,

00:36:04: die Lehrkräfte konnten selbst kreativ sein.

00:36:10: Genau, das war ein freies Textfeld in dem man sozusagen frei formulieren konnte, was man an Vorschlägen hatte.

00:36:21: Und wichtig ist das, was da reingeschrieben worden ist vor dem Hirnt der Grund des standardisierten Antworten total gut zu verstehen.

00:36:28: also wir haben zum Beispiel bei der Frage eben unter welchen Bedingungen wirst du bereit in Teilzeit zu gehen oder bis zur Rente zu arbeiten?

00:36:36: Wir haben gesagt wenn ich weniger Aufgaben hätte Wenn es in Vollzeit zu schaffen wäre, das ist ja ganz klar.

00:36:42: Wenn es eine generelle Entlastung geht dann geht da was und so zeigt sich das jetzt auch bei den Vorschlägen.

00:36:49: Das Erste ist, was die Lehrkräfte sagen, was am häufigsten kommt ist Abbau von Bürokratie weniger Verwaltungsaufwand.

00:36:55: ich bin hier kein Bürokrate oder Pädagogin.

00:37:01: Das Zweite ist Pflichtstunden zu reduzieren.

00:37:04: Da wird teilweise auch darauf hingewiesen, dass man in Mecklenburg-Vorpommern mehr Stunden hat als in anderen Ländern.

00:37:10: Das ist immer schwer vergleichbar aber das ist nicht ganz falsch und Einhaltung der Arbeitszeitregelungen heißt also diese, dass sich das ins Wochenende und im Abend hineinzieht.

00:37:22: Diese ständige Erreichbarkeit wird da auch angesprochen einmal oder ab.

00:37:29: Ich fand auch total schön einen befunden den muss ich unbedingt vorlesen digitale Unterstützung und bessere technische Infrastruktur.

00:37:40: Und da hast du ein Zitat mit dabei, das heißt digitale Werkzeuge sind nützlich aber nur wenn sie funktionieren!

00:37:49: Das finde ich fast sehr treffend zusammen weil natürlich... das war auch ein schönes Beispiel.

00:37:57: man kann nicht digitale Tafel nehmen.

00:37:59: die hat einen Nachteil gegenüber der Kreidetafel.

00:38:02: Sie muss funktionieren.

00:38:03: Die Kreidetafel... Da fehlt auch manchmal die Kreide, dann funktioniert sie ja nicht, stimmt aber das Problem ist wirklich dass die...

00:38:11: Und dann gehen wieder rein weil sie Leute Kreide holen.

00:38:13: mensch-mensch?

00:38:14: Ja!

00:38:15: Aber bei der digitalen Kleidung ist es wirklich so, dass man aus der Praxis hört Heute konnte ich mein Tablet wieder nicht verbinden, ich weiß nicht warum.

00:38:26: Möglicherweise hat die Person davon, die dafür zuständig ist vergessen ein Update zu fahren oder das Gerät hat gerade die Internetverbindung verloren und so genau weiß man es nicht.

00:38:37: also in der Praxis funktioniert diese Technik in vielen Schulen eben nicht so dass man einfach hingeht und anschaltet wenn es funktioniert.

00:38:44: Na gut, das ist vielleicht manchmal auch noch ein Prozess.

00:38:48: Wir waren ja heute in der Landespressekonferenz zusammen alles hochherrschaftlich überwiegend neue Technik und auch da standen wir vor Herausforderungen.

00:38:57: okay also aber das ist ja trotzdem mit dem Hinweis zu sagen allein Digitalisierung löst man hier unser Problem gar nicht.

00:39:05: ich fand es einfach nur so schön weil ich glaube dazu kann fast jeder eine Art Beziehung aufbauen.

00:39:10: zu diesem Beispiel was du da auch mit herausgenommen hast.

00:39:14: Du hattest das mit den Lehrern Bürokraten, Lehrerinnen und Bürokaten angesprochen?

00:39:19: Mit dem Pflichtstunden.

00:39:21: aber auch ist auch ein Zitat

00:39:23: hier

00:39:24: zum Thema Inklusion.

00:39:25: ja wo viele ja mithadern und zwar nichtweise mit Inklusion als solches hadern sondern mit der Belastung mit der Situation mit der zu geringe Ausstattung habe ich hier einen Zitat zwei Lehrkräfte in einer Klasse Das ist die einzige Möglichkeit, Inklusion zu schaffen.

00:39:42: Gibt es dazu noch

00:39:46: Befunde?

00:39:47: Das zieht sich im Grunde durch, dass Entlastung auch konkretisiert wird.

00:39:52: Zum Beispiel in dem man sagt wir brauchen eine bessere personelle Ausstattung und ich vermute mal das besonders aus Grundschulen oder aus regionalen Schulen dann auch die Forderungen kommen wir brauchen noch mehr Sonderpädagogien, noch mehr Förderlehrkräfte noch mehr Inklusionshilfen und dieses Zitat verweist ja darauf, dass es auch sozusagen eine doppelte Besetzung in manchen Unterrichtsstunden geben sollte oder vielleicht auch in allen, in denen hohe Notwendigkeit besteht auf Inklusionskinder einzugehen.

00:40:22: Ähnlich verwandt damit ist das Thema multi-professionelle Teams was ja auch Möglichkeiten schafft sozusagen dass andere Fachkräfte durchaus auch im pädagogischen Bereich im sozialen Bereich sozusagen unterstützen, tätig sein können und Tätigkeiten abnehmen können die sonst die Lehrkraft machen müsste.

00:40:41: Und sozusagen über das Zusammenspiel der Kompetenzen möglicherweise bestimmte Dinge auch noch leichter gehen weil natürlich eine Inklusionshilfe eine ganz andere Fach spezifische Fachkompetenzer, die nicht hier normale Lehrkraft auch hat.

00:40:55: Also von daher ist auch da Entlastung und natürlich gibt es auch Hinweise auf Entlastungen durch kleinere Klassenentlastungen indem man in der Klassenleitungstätigkeit honoriert was ja auch eine klare Unterstützung ist heißt die meisten Vorschläge zielen darauf deutlich zu machen wir brauchen entlastung durchaus eine ganze Reihe von Tätigkeiten, wo entweder ganz fern also Verwaltung oder IT-Entlastung Aufgaben übernommen werden können durch andere Kräfte.

00:41:28: Oder eben auch durchaus im pädagogischen Bereich Unterstützung möglich ist von Kräften die bisher nicht so stark in der Schule sind wie Erzieherin oder Inklusionshelfer.

00:41:40: Wichtiger Punkt aus Sicht der GEW, an dieser Stelle auch ein Punkt Schulsozialarbeit.

00:41:44: Wir haben ja ein bisschen Sorge aktuell das an der Stelle gespart werden soll in der künftigen Legislaturperiode.

00:41:52: da werden wir uns natürlich dann noch mal zu besprechen und auch sicherlich die GEW sich stark machen.

00:42:01: was du formulierst sind ja befunde aus einer wissenschaftlichen Erhebung Und die GW, die bestellt ja sehr oft politische Forderungen auf.

00:42:13: Die Frage ist immer, was legitimiert denn eure Forderung?

00:42:18: Wir sehen das andersweil.

00:42:20: Jetzt lese ich aber ihr habt nicht nur Daten erhoben sondern leitet daraus wie gesagt auch Empfehlung ab und zwar wissenschaftliche Empfehlungen.

00:42:31: Habt ihr überschrieben mit Mehrzeit für Bildung?

00:42:36: Magst du uns mal Empfehlungen aus Sicht der Wissenschaft zu dem, was getan werden muss um den Lehrkräfteberuf in Mecklenburg-Vorpommern besser zu gestalten,

00:42:48: attraktiver

00:42:48: zu gestyten.

00:42:49: Magst du uns das mal herleiten?

00:42:51: Ja ich möchte erstmal sagen dass in dem Moment wo wir die Zitate von Lehrkräften und die Meinungen die in Freitexten sind sozusagen präsentieren Wir uns die ja noch nicht unbedingt voll zu eigen machen, sondern das ist erstmal das Material was der Kräfte sozusagen aus der Praxis gesagt haben.

00:43:11: Was man sehr ernst nehmen muss weil es aus der praxis kommt und deswegen Bedeutung hat.

00:43:17: Aber das ist ja nicht im strengen Sinne repräsentativ, denn es haben nur siebenhundert Texte geschrieben und nicht alle zweitausend.

00:43:24: Das muss man auch dazusagen und von daher war es uns dann nochmal anliegen zu sagen Ja okay wir müssen jetzt auf der Basis der standardisierten Antworten die alle ausgefüllt haben oder die meisten Und den Freitexten müssen wir jetzt sozusagen zur Schlussfolgerung kommen, die wir wissenschaftlich begründet sehen.

00:43:47: Und da gibt es kleine Differenzen.

00:43:51: Ganz großartig, die Nachbarn hier an dem Rasen zu nehmen.

00:43:55: Entschuldige

00:43:56: Thomas!

00:43:57: Wir müssen mit dem Rasemär jetzt leben.

00:43:59: Also da gibt's durchaus Differenz.

00:44:02: Die gehen nicht ums Ganze sondern das sind nur Hosen denke ich mal denn wir sind uns glaube ich einig.

00:44:08: Es gibt... ganz klare Notwendigkeit für strukturelle Entlastung und für eine stärkere Konzentration von Lehrkräften auf das, wofür sie ausgebildet sind für pädagogische

00:44:17: Aufgaben.

00:44:19: Das

00:44:20: führt zu den ganzen Punkten.

00:44:22: Man kann entweder die Pflichtstunden reduzieren oder man kann andere Formen von gezielter Entlastungen machen.

00:44:28: Man hat auch die Klassenleitungsdätigkeit besser ausstatten, man kann einen zeitlichen Ausgleich für Teilzeitkräfte schaffen mit unteilbaren Zeiten.

00:44:37: Da haben wir in Hamburg nachweisen können, dass das tatsächlich im Unterschied zu anderen Bundesländern zu einer Entlastung von Teilzeitkräften führt.

00:44:45: Dass die weniger Mehrarbeit machen als den anderen Bundeslandern.

00:44:49: Also von daher ist es eine sinnvolle Maßnahme.

00:44:52: Eine Übergabe von Verwaltungstätigkeiten also ganz im Sinne der Vorschläge der Lehrkräfte.

00:44:56: Das leuchtet unmittelbar ein, dass es einen Weg sein kann und dass er auch Potenzial hat.

00:45:03: Natürlich werden wir den Seiteneinstieg.

00:45:06: Das ist der Potenzial, das ist die zentrale Maßnahme mit dem man Personal hat.

00:45:11: Das heißt, dass muss man professionell unterstützen und man muss über den Seiteneinstieg genau sozusagen nicht nur die Seiteneinsteigenen betrachten sondern auch die grundständigen Lehrkräfte.

00:45:21: Und man

00:45:21: muss eben

00:45:22: auch über andere Formen der Unterstützung nachdenken, also dieser Hinweis dass man zwei Kräfte braucht in manchen Klassen um die Inklusion zu bewältigen.

00:45:32: Der hat seine Berechtigung.

00:45:34: das man in Grund- und Regionalschulen für Inklusion natürlich viel mehr mit Klassenbegleitung tun kann und das auch multiprofessionelle Teams sozusagen nicht nur aus pädagogischen Gründen oder sozialen Gründen gemacht werden sollen sondern auch Entlastungsfunktion haben dass man das mit den Blick hat.

00:45:53: Bisher wird es hauptsächlich aus pädagogischen Gründen

00:45:55: gemacht.

00:45:59: Was wir dann auch noch festgestellt haben, das taucht jetzt in den Vorschlägen der Lehrkräfte und Freitexten nicht so stark

00:46:05: auf.

00:46:06: was man aber sehen kann wenn wir Zusammenhänge rechnen dann sehen wie immer eine wertschätzende Schulkultur eine Ressource darstellt also ein unterstützender Kultur oder einen Raum mit hoher psychologischer Sicherheit, dass man sozusagen Dinge sagen kann ohne Angst zu haben.

00:46:22: Dass es negative Konsequenzen hat.

00:46:25: Das verweist darauf das man auch über Führung eine ganze Menge tun kann.

00:46:29: Dann haben wir das ganze große Thema der Arbeitszeiterfassung, was da auch bei den freien Beantworten der Lehrkräfte gar nicht auf und ist auch hier in Mecklenburg-Vorpommern wo wir Debatte haben, wie in Berlin oder in Hamburg.

00:46:43: Wo ja eine richtige Kampagne zur Arbeitszeiterfassung, weil wir gleichzeitig eine Arbeitszeitefassung gemacht haben.

00:46:48: Hat die GEW hier auch das Thema diskutiert und so... Da gibt es eine andere Stand der Diskussion.

00:46:56: Deswegen war's interessant jetzt zu gucken, wie man den Mecklenburg-Folkmann draufguckt Und hier guckt man im Moment sehr ambivalent drauf Hat die Hoffnung, die Mehrheit hat die Hoffnungen sozusagen oder wünscht sich eine Arbeitszeiterfassung.

00:47:08: Aber wir haben auch im Kopf dass man Bürokratie ablehnt das heißt man darf es nicht bürokratisch machen oder nur des Gesetzes vor Zugswegen und es gibt auch eine große Zahl die sagen Wir wünschen uns dann auch Entlastungsgespräche also dass man nicht nur die Zeiten erfasst

00:47:24: sondern auch konkret

00:47:26: was damit

00:47:26: macht.

00:47:27: Du hast das in der Pressekonferenz ja sehr schön, wie ich finde gesagt.

00:47:35: Der Unterschied zwischen dir und eure Arbeit und der GEW wird, finde ich da sehr deutlich auch... spürbar.

00:47:47: gerade bei dieser Arbeitszeiterfassungsfrage, weil natürlich muss die GEW einmal darauf gucken wird Recht und Gesetz eingehalten.

00:47:56: Also Arbeitsrecht

00:47:57: usw.,

00:47:58: also es ist ein Riesenthema um das wir uns ja auch noch kümmern und auch aktuell kümmern.

00:48:03: aber ihr hattet diesen Punkt Arbeitszeitarfassung eben grade unter diesem Aspekt Gesundheitsschutz, Wohlbefinden, Zufriedenheit, Rückkopplung, Kommunikation über Arbeitszeit, Über Erreichbarkeit, Über Belastungen.

00:48:20: Also das eben gar nicht dieses Quantitative hast du ihm gesagt, dass sie nicht abhaken im Gesetz irgendwie jetzt haben wir den gesetz genügend kann sondern auch zu sehen vielleicht auch mal einfach nur für sich deutlich zu machen selbst, wie viel arbeite ich eigentlich?

00:48:36: Sich das auch mal selbstbewusst zu machen oder im Kreis der KollegInnen oder in Foren.

00:48:42: Meinetwegen auch der Gewerkschaft im Austausch halt einfach miteinander.

00:48:46: Das finde ich ist ein total wichtiger Punkt den du da ansprichst.

00:48:51: Also für mich, wo ich die ganzen Jahre immer drauf geguckt habe und mich immer gefragt habe wann kam man sozusagen bei dieser Arbeitszeit Debatte?

00:49:01: kann man überhaupt irgendwo eine Grenze einziehen.

00:49:04: Besteht jetzt zum ersten Mal in der Perspektive, dass man sagen kann ja wenn wir die Arbeitszeiterfassung jetzt richtig machen würde dann hätten wir einen Mechanismus bei dem man ein Feedback bekommt über den Arbeitszeitverwendung und wo man einen Ort schaffen kann, wo man darüber spricht.

00:49:21: habe ich meine Arbeitszeit richtig eingesetzt, muss ich was ändern.

00:49:25: Muss die Schule etwas ändern?

00:49:27: Muss die Arbeit anders verteilt werden?

00:49:29: Hab' ich jetzt einfach... also jetzt mal salopp gesagt bin ich zu blöd oder liegt es wirklich daran dass sich so große Lerngruppen haben?

00:49:36: Aber damit wären wir wieder bei Schulkultur und genau bei all diesen Sachen die am Ende des Tages zwei Dinge brauchen.

00:49:42: das eine ist ganz wichtig Zeit genau dafür Und das andere ist ganz wichtig, dafür auch eine Ausbildung, eine Weiterbildung zu haben um es als Thema besetzen zu können.

00:49:52: Ja, das wird eine riechende Herausforderung sein für die Schulleitung.

00:49:56: Die Schulleitungen sind keine Führungskräfte.

00:49:58: in den meisten Fällen sehen sich auch glaube ich nicht so in der meisten Fälle dass sie sondern die agieren ja häufig sehr indirekt mit Lehrkräften und die Lehrkräfte haben einen sehr großen Freiraum.

00:50:14: Also die Aus- und Weiterbildung von Schulleitung, Schulleitungstätigkeiten im Rahmen auch mit Blick auf diese Führungskräfte.

00:50:22: Arbeit ist ja auch ein Thema.

00:50:24: Oh Gott wir kommen hier von einem Thema zu nächsten?

00:50:28: Lass uns aber den Punkt abschließen dass ich da eine Chance sehe wenn man das richtig macht und tatsächlich mit dem Geist reingeht.

00:50:39: Wir wollen hier einen Ort schaffen, wo wir über einen sinnvollen Einsatz von Arbeitszeit und Aufgaben spricht.

00:50:47: Ohne dass es zu Sanktionen kommt sondern soll eine Entwicklungsperspektive sein.

00:50:51: das muss der Seite und ich habe große Angst dass bestimmte Arbeitsschützer hinkommen und sagen da ist doch ganz einfach Wochen in Arbeit erfassen wir einfach nicht Und dann gibt sie nicht Ab zwanzig Uhr, der Tarifvertrag sagt zwanziger Ruhezeit elf Stunden.

00:51:09: Also kannst du die Zeit nicht erfassen?

00:51:11: Damit würde man das verlängern was man jetzt schon die ganze Zeit macht.

00:51:14: wir erfassen die Arbeitszeit nicht und deswegen weiß der Arbeitgeber nicht dass es ein Problem gibt und dann muss er auch nicht handeln.

00:51:21: Gott sei Dank gehen die Gerichte jetzt in die Richtung dass man das nicht mehr durchgehen lässt Und die Arbeitszeiterfassung bietet eine Chance, jetzt hier tatsächlich einen politischen Anpack zu finden um etwas zu bewegen.

00:51:33: Jetzt muss man so in die Richtung bewegen dass es nicht formal abgehakt wird oder in dieser von mir beschriebenen Arbeitsschutz Variante als Drohkulisse aufgebaut und dann ist man tatsächlich für Entwicklungsprozesse nutzen.

00:51:45: das wäre eine Chance über Belastung zu sprechen und daran zu arbeiten.

00:51:51: dazu braucht aber Ressourcen.

00:51:53: Ja und das ist natürlich auch immer schwer zu vermitteln, weil du gerade sagtest der Arbeitgeber weiß das ja nicht.

00:51:58: Also ich finde tatsächlich dass zumindest für den Bereich Schule der Dienstherr oder die Dienstherren dann im entsprechenden Bildungsministerium das sehr wohl wissen könnte.

00:52:10: mittlerweile also es ist kein geheimnis wie Lehrkräfte arbeiten aber du hast schon recht in juristischem

00:52:16: Sinne weiß man es nicht

00:52:17: genau.

00:52:18: das hast du nochmal sehr schön glatt gezogen an dieser Stelle Welt Effi.

00:52:24: Es gibt noch eine andere Empfehlung, da geht es um den Abbau der digitalen Kluft und Maßnahmen gegen digitalen Stress.

00:52:30: so habt ihr das genannt und da gibt's auch noch ganz viel eigentlich zu sagen

00:52:36: Was wir jetzt

00:52:37: nicht mehr machen, sondern dass wir das mal ausklammern an dieser Stelle und uns vielleicht einfach nochmal da auch verabreden.

00:52:47: Da weiter drüber zu sprechen.

00:52:49: Thomas und auch bitte an Julia Dichewski herzlichen Dank für eure Arbeit erstmal an dieser stelle.

00:53:01: Wir sagen ja gerne, wir haben gar kein Erkenntnisproblem.

00:53:04: Jetzt haben wir wirklich keinen Erkenntnissproblem mehr!

00:53:07: Wir haben sogar wissenschaftliche Belege für viele Aussagen die wir auch in der Vergangenheit schon getroffen haben.

00:53:14: Danke fürs Gespräch.

00:53:15: das ist jetzt ein bisschen längerer Folge dann geworden und wir hoffen natürlich dass es interessant ist mich hier einfach mal reinzulesen.

00:53:24: wie gesagt den kompletten Ergebnisbericht bekommt ihr auf der Webseite von der GEW Und natürlich auch auf der Seite von der Kooperationsstelle, von der Uni Göttingen.

00:53:37: Wir haben uns auch miteinander verlinkt so dass ihr das alles finden könnt.

00:53:42: und ein bisschen was findet ihr auf Social Media dazu auch von uns.

00:53:45: und wir tragen das jetzt in die Politik in den politischen Raum wie man so schön sagt mitten hinein in Koalitionsverhandlungen Verhandlungen um dem Bildungspakt und sind gespannt, wie es weitergeht.

00:54:01: Thomas, danke!

00:54:02: Gerne.

00:54:03: Ich würde mich freuen wenn tatsächlich was bewegt würde weil ich meine wir haben immer das Problem.

00:54:08: bei Befragungen heißt es einem doch ich nehme an keine befragung metals passiert immer nichts draus und wenn jetzt mal etwas passieren würde und Konsequenzen spürbar wären wäre das ein schönes Feedback an die Lehrkräfte die sich hier bemüht haben uns Auskunft zu geben.

00:54:22: Das

00:54:24: wünsche ich mir jetzt an der Stelle, dass wir auch tatsächlich in die Umsetzung gehen können.

00:54:28: Dann

00:54:29: wünsche Ich mir das auch die Landespolitik diesen Podcast diese Folge von GE Wissen dem Bildungspodcast der Gewerkschafterziehung Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern bis zum Ende gehört hat.

00:54:41: Wir freuen uns darüber wenn ihr beim nächsten Mal wieder rein hört und ich sage tschüss.

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